Wie lebt es sich am Bodensee? Drei Einheimische zeigen uns ihre Insel Reichenau. Restauratorin Dina Dahlhaus hat es aus Norddeutschland angeschwemmt. Campingplatzchefin Caroline Motz war lange in New York und der Fischer Urs Riebel hat schon immer hier gelebt. Wir verbringen mit den Dreien ein Wochenende. Sie müssen arbeiten - im Restaurant oder auf dem Campingplatz oder zum Fischen raus auf den See. Aber sie zeigen uns auch ihre Rückzugsorte und Lieblingsplätze, die unbekannten Seiten eines scheinbar so bekannten Ortes.

Der Film gibt einen kleinen Einblick in die Arbeit auf dem See und der Fischerei während der Felchenlaichzeit.

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„Wenn ich in der Früh in meinem Boot sitze und auf den See rausfahre, dann bin ich der glücklichste Mensch der Welt.“ (Urs, 31, Berufsfischer aus Reichenau-Mittelzell) . Mit 19 ist Urs in die Fischerei seiner Eltern eingestiegen. Zusammen mit seinem Vater fährt er fast jeden Tag frühmorgens hinaus auf den Bodensee, um Fische zu fangen. Den Betrieb führt Urs in fünfter Generation, doch dass er Fischer werden würde, war für ihn nicht immer klar: „Als Kind bin ich manchmal mit meinem Vater mitgegangen, aber das Angeln interessierte mich eigentlich nicht.“ Nach der Schule machte Urs zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Die Fischerei der Eltern entwickelte sich in dieser Zeit gut und Urs sattelte um, machte eine Ausbildung zum Fischwirt. „Tradition spielt schon eine Rolle: Das was der Vater aufgebaut hat, wollte ich nicht einfach wegwerfen.“ Doch es gibt immer weniger Fischer auf dem Bodensee, denn die Erträge gehen seit Jahren zurück. Urs sieht vor allem zwei Gründe dafür: Zum einen den Kormoran, ein Großvogel, der täglich bis zu 500 Gramm Fisch verschlingt, zum anderen den Nährstoffgehalt im See, der durch immer besser werdende Kläranlagen abnimmt. Letztendlich steht den Fischen damit weniger Nahrung zur Verfügung. Allein vom Fischfang lässt es sich als Fischer am Bodensee nicht mehr leben. Auch Urs‘ Betrieb muss Fisch zukaufen, der in der Fischhandlung und im eigenen Fischimbiss vertrieben wird. Und wie geht es für ihn und seinen Berufsstand am Bodensee in Zukunft weiter? „Hier am Untersee gibt es zurzeit von 20-25 Berufsfischern noch vier, die unter 50 Jahre alt sind. Wenn die älteren Fischer alle weggestorben sind, bleiben also noch vier Fischer übrig. Ob das dann die nächste Generation übernimmt, wird man sehen. Ich würde meinem Sohn nicht empfehlen weiterzumachen.“ Eines steht für Urs auf jeden Fall fest: „Nicht am See zu leben, kann ich mir nicht vorstellen.“ . . . #swrheimat #badenwürttemberg #bawü #bodensee #bodenseeliebe #bodenseepage #bodenseebilder #unserbodensee #reichenau #inselreichenau #fischer #fischen #fische #angeln #bodenseefischer #felchen #arbeiten #selbstständig #machdeinding #neuewege #familienbetrieb #nichtaufgeben #heimat

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Seit vielen Generationen bestimmt für die Familie Riebel die Fischerei das Berufsleben. So auch für Stefan, der schon seit seiner Kindheit nichts anderes wollte, als Fischer zu werden. Inzwischen ist sein eigener Sohn mit ins Geschäft eingestiegen und sie fahren bei Wind und Wetter hinaus auf den Bodensee. Für Stefan Riebel ist die Fischerei viel mehr als ein Beruf - sie ist sein Leben. (Produktion: Benedikt Nabben und Felix Volkmar)

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